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Buxtehuder Tageblatt vom 04.11.2013: Stadtparksee wird zur Sportanlage

Kanupolo

Kanupolo

BUXTEHUDE. Der Buxtehuder Stadtpark wird aufgewertet: Auf dem See soll im Sommer 2014 die Trendsportart Kanu-Polo gespielt werden. Die Stadt Buxtehude unterstützt die Idee des Buxtehuder Kanu Vereins. Dieser will mit den Schulen – unter anderem der Gesamtschule – kooperieren. Im Ausschuss für Schulen und Sport gab es Rückendeckung durch die Politik. Einstimmig beschloss die Politik, das Angebot mit Mitteln aus der Sportförderung zu unterstützen.

Drei Standorte habe der Buxtehuder Kanu Verein im Vorfeld unter die Lupe genommen, sagt der Vorsitzende Dr. Gernot Paul. Der See in den Brunkhorst’schen Wiesen kam nicht in Frage. Er liegt in einem Wohngebiet.Auch der Mühlenteich musste von der Liste gestrichen werden. Paul führte zwei Gründe dafür an. Zum einen müssten die Kinder die viel befahrene Moisburger Straße und das Granini-Wehr queren, zum anderen stehe die Nutzung als Sandfang im Vordergrund. Deshalb soll Kanu-Polo auf dem Stadtpark-See gespielt werden. Der Kanu-Verein habe extra ein Schall- Gutachten eingeholt. Das Ergebnis: Im „Mischgebiet“ gibt es keine Probleme mit den Vorgaben der Sportanlagen-Lärmschutzverordnung. „Außerdem hat die untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Stade signalisiert, dass es keine Bedenken gegen die Nutzung des Stadtpark-Sees für Kanu-Polo gibt“, sagt der Vereinsvorsitzende. Das Entenhaus hinter der Kähler-Villa müsste möglicherweise leicht versetzt werden.

Auch der Platz reicht aus. Zwei Tore müssten verankert werden, die werden auf Schwimmkörper montiert. Das „Spielfeld“ (23 mal 35 Meter) wird mit Schwimm-Leinen und mit -Bojen markiert. Beim Polo sitzen die Spieler in kleinen, sehr wendigen Einerkajaks. Die Teams bestehen aus jeweils bis zu acht Spielern – fünf Feld- und drei Auswechselspieler. Die Spieldauer beträgt zwei Mal zehn Minuten. In Deutschland gibt es laut Dr. Paul bereits mehr als 100 Kanu-Polo-Vereine, auch Hochschulen und Schulen bieten diesen Wassersport an. Lediglich im Sommer werde das Spielfeld verankert, im Herbst wird es eingemottet und im Bootshaus des Vereins bei den Stadtwerken eingelagert.

Für den Vorsitzenden des Buxtehuder Kanu Vereines, ist Kanu-Polo eine „sehr attraktive Mannschaftssportart“. Auch Kinder mit Behinderungen könnten in das Kajak steigen. Der Verein will die Sportart im Rahmen der Ganztagsschule anbieten – ab Grundschule aufwärts. Kanu-Polo verbessere die physische Leistungsfähigkeit und schule Gleichgewichtssinn und Koordination. Gleichzeitig biete sich der Sport auch für übergewichtige Kinder an, so Dr. Paul. Auf dem Wasser muss das Eigengewicht nicht getragen werden. Außerdem werde die Teamfähigkeit spielerisch gestärkt. Aggressionen würden abgebaut. Hinzu komme, dass die Kinder und Jugendlichen beim Kanu-Polo im Freien spielten. Der Sport sei auch eine „gute Voraussetzung“ für das Kanu-Wandern in der Gruppe oder in der Familie.

41 000 Euro will der Verein investieren – in den Ausbau des Bootslagers, Material wie die Boote und Spielfeld. Die Stadt gibt 10 500 Euro als Zuschuss, hinzu kommen Mittel von KSB und Sponsoren plus Eigenleistungen. Die Buxtehuder Politik – von der CDU (Birgit Butter) bis zur SPD (Wolfgang Wölken) – lobte das Konzept des Kanu Vereines fraktionsübergreifend. „Das ist ein super Angebot“, betonte das Ratsmitglied Regina Frenzel (FDP) auch mit Blick auf die Kooperationen mit den Schulen. (Björn Vasel)

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